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FÜRACKER: BAYERNS ERSTES UNESCO-WELTERBE FEIERT 40-JÄHRIGES JUBILÄUM – Residenz Würzburg als Inbegriff des europäischen Barock am 30. Oktober 1981 in UNESCO-Welterbeliste aufgenommen
27. Oktober 2021
„Die Residenz Würzburg mit Hofgarten und Residenzplatz ist einer der prächtigsten Fürstenhöfe Europas und Inbegriff des Barock! Vor 40 Jahren bestätigte die UNESCO mit der Aufnahme in die Welterbeliste die Bedeutung dieses kulturellen Erbes nicht nur für Franken, sondern für die gesamte Welt. Unsere gemeinsame Verantwortung ist es, dieses weltweit einmalige architektonische Juwel Würzburgs zu schützen und zu erhalten. So wurde in den letzten sieben Monaten beispielsweise das teils barocke Wappen über dem Haupteingang der Residenz aufwändig restauriert, gereinigt und konserviert. Das Wahrzeichen strahlt nun wieder in voller Pracht“, sagt Finanz- und Heimatminister Albert Füracker anlässlich des bevorstehenden Jahrestags am 30. Oktober.

Auf der 5. Komiteesitzung der UNESCO (United Nations, Education, Scientific and Cultural Organisation) in Sydney am 30. Oktober 1981 wurde die Würzburger Residenz gemeinsam mit dem Speyrer Dom in den damals noch kleinen Kreis von 112 Welterbestätten aufgenommen. Mittlerweile ist Bayern mit acht und Deutschland mit 51 Stätten auf der UNESCO-Liste des Welterbes vertreten. Weltweit wurden seit den ersten Eintragungen 1978 über 1.150 Kultur- und Naturstätten aufgenommen.

Baumeister, Künstler und Architekten des 18. Jahrhunderts aus den kulturell wichtigsten Ländern Europas erschufen in Würzburg ein herausragendes Baudenkmal, weshalb die UNESCO in ihrer Bewertung 1981 zum Weltkulturerbe die Würzburger Residenz „als einheitlichstes und außergewöhnlichstes aller Barockschlösser“ beurteilte. Bekannte Namen wie Balthasar Neumann, Antonio Bossi, Johann Georg Oegg und Giovanni Battista Tiepolo verewigten sich in der Residenz Würzburg mit Meisterleistungen. Im Gegensatz zu anderen barocken Residenzanlagen, deren Bauzeit über Jahrzehnte andauerte und die trotzdem oftmals nicht fertiggestellt wurden, war der Rohbau in Würzburg nach 24 Jahren bis 1744 vollendet. Die Ausstattung in den wichtigsten Teilen war, noch unter der Regie des Baumeisters Balthasar Neumann bis zu dessen Tod 1753, bereits in Auftrag gegeben.

Im Zweiten Weltkrieg, am 16. März 1945, schwer getroffen und in großen Teilen zerstört, wurde der Wiederaufbau der Residenz Würzburg bis in die 1980er-Jahre von der Bayerischen Schlösserverwaltung gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt Würzburg und externen Fachkräften aus der Denkmalpflege und Restaurierung mit größtem Engagement betrieben. Vieles konnte gerettet, rekonstruiert und erhalten werden. Die über Jahrzehnte andauernden denkmalpflegerischen Grundsatzdiskussionen sowie die handwerklichen und restauratorischen Leistungen im Wiederaufbau wurden von der UNESCO bei der Nominierung 1981 als „beispielhaft“ bewertet. Besonders bemerkenswert ist, dass die Residenz Würzburg trotz der enormen Zerstörungen und der umfangreichen Rekonstruktionen bis 1981 als eine der ersten Stätten in Deutschland die Auszeichnung „Weltkultur-Gut“ erhielt.

Weitere Informationen zur Residenz Würzburg finden Sie unter www.residenz-wuerzburg.de.

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