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Pressemitteilungen

Huml: Gesundheitsministerium fördert Forschungsprojekt zu gesundheitlichen Auswirkungen von Blaualgen – Bayerns Gesundheitsministerin besuchte Limnologische Station an den Osterseen

21. Februar 2020

Das bayerische Gesundheitsministerium fördert ein Forschungsprojekt der Limnologischen Station (LSI) der Technischen Universität München (TUM) in Iffeldorf zum Vorkommen von Blaualgen in den Lechstauseen und deren gesundheitliche Gefahren. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Freitag anlässlich ihres Besuchs der LSI hingewiesen. Huml betonte: "Die Limnologische Station Iffeldorf ist eine hochkarätige Forschungseinrichtung, die seit über 30 Jahren erfolgreich zu den wichtigen Themen Süßwasser und Klimawandel forscht. Die Experten dort untersuchen dabei auch die Auswirkung der Klimaerwärmung auf Blaualgen, die sogenannten Cyanobakterien, und die möglichen Folgen für das Ökosystem See und die Gesundheit."

Die Ministerin ergänzte: "Manche Stämme dieser Bakteriengattungen können unter bestimmten Bedingungen Gifte bilden, die bei Menschen und Tieren gesundheitsgefährdend sein können. Tiere, die Blaualgen fressen, da sie von ihrem Geruch angelockt werden, können sich tödlich vergiften. Menschen und insbesondere Kleinkinder, die unabsichtlich Toxin belastetes Wasser aufnehmen, können darauf mit Schleimhautreizungen oder Magen-Darm-Störungen reagieren. Das bayerische Gesundheitsministerium fördert deshalb Forschungsprojekte der LSI zum Vorkommen der neuartigen Blaualge Tychonema. Ziel ist es, die Bedingungen für die Algen- und Toxinbildung besser zu verstehen, um ggf. präventiv Vorsorgemaßnahmen entwickeln zu können."

Huml, die approbierte Ärztin ist, unterstrich: "Insbesondere planschende Kleinkinder im Uferbereich könnten bei Aufnahme relevanter Mengen von Tychomena-belastetem Wasser gefährdet sein.“ Sie erläuterte: Über Verbreitung und Gefahren dieser Algen für Mensch und Tier ist bislang aber leider noch zu wenig bekannt, deshalb wird diese für Bayern neuartige Blaualgenart jetzt an der LSI genauer erforscht. Auch die Rolle des Klimawandels ist hier noch unklar".

Die Ministerin fügte hinzu: "Das bayerische Gesundheitsministerium fördert bereits seit 2017 im Rahmen des gemeinsam mit dem bayerischen Umweltministerium betriebenen Verbundprojekts Klima und Gesundheit das Forschungsprojekt 'Klimawandel fördert toxische Cyanobakterien - Detektion von Cyanotoxingenen in Gewässern' der LSI mit bisher insgesamt rund 300.000 Euro. In der Saison 2020 werden die Untersuchungen insbesondere an den Lechstauseen fortgesetzt und im Rahmen des Ergänzungsprojekts 'CYTOXKLIMA+‘ mit weiteren 56.000 Euro gefördert“.

Die im Jahr 1987 mit Sitz an den Osterseen gegründete Forschungsstation LSI gehört zum Lehrstuhl für Aquatische Systembiologie der TUM. Die wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich auf die Untersuchung der Lebensgemeinschaften von Seen, dabei stehen Wasserpflanzen, Schilf, echte Algen und Blaualgen, die sogenannten Cyanobakterien, im Fokus.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers



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