Staatsministerin Trautner: „Das Projekt trägt dazu bei, die Begegnung zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Bürgern in Bayern zu vertiefen und Vorurteilen sowie antisemitischen Haltungen entgegen zu wirken“ – Prävention
15. Juni 2020

In der Gesellschaft findet wieder zunehmend offener Antisemitismus, in unterschiedlichen Ausprägungen und Formen, generationsübergreifend statt. Jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, aber auch andere Minderheiten, werden oft mit auf Vorurteilen basierenden, meist negativen Bildern konfrontiert. Dieser gesellschaftlichen Situation möchte das neue Modellprojekt „Mit Davidstern und Lederhose: Jüdische G’schichtn on Tour“ der Europäischen Janusz Korzcak Akademie begegnen und mit Hilfe einer interaktiven Wanderausstellung entgegenwirken. Das Projekt, das den Austausch mit jüdischen Menschen fördert und die Aufklärung über jüdisches Leben zum Ziel hat, wird mit bis zu rund 190.000 € vom Bayerischen Sozialministerium finanziell unterstützt.

Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner: „Gerade in der derzeitigen Situation, in der Antisemitismus immer sichtbarer zutage tritt, ist ein solches Projekt unabdingbar. Es gilt, die Gesellschaft von jung bis alt gegen antisemitische Haltungen und Einstellungen zu stärken und die Begegnung mit jüdischen Menschen auf Augenhöhe zu fördern. Durch eine Aufklärung über jüdisches Leben und die damit verbundene Begegnungsarbeit in ganz Bayern, auf dem Land und in der Stadt, kann den antisemitischen Tendenzen in unserer Gesellschaft präventiv begegnet werden.“

Das Bayerische Sozialministerium fördert im Rahmen der Radikalisierungsprävention seit 2015 eine Reihe von Präventionsprojekten gegen Rechts- wie Linksextremismus, Salafismus und Antisemitismus. Bei der interaktiven Wanderausstellung „Mit Davidstern und Lederhose: Jüdische G’schichtn on Tour“ der Europäischen Janusz Korzcak Akademie soll mit Hilfe von künstlerischen Objekten aus dem jüdischen Kontext und eines vielfältigen Rahmenprogramms eine Begegnung mit jüdischem Leben in Bayern stattfinden.

 

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers