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Ausbau der S4 West
4. Februar 2022
  • Derzeitige Planung sieht aufwärtskompatible Dreigleisigkeit vor
  • Freistaat wartet weiterhin auf verbindliche Zusage des Bundes für einen schnellstmöglichen viergleisigen Ausbau
  • Schreyer: „Schaufensteranträge im Landtag helfen nicht – Bund muss liefern“

 

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer macht nach einer Thematisierung des Ausbaus der S4 West zwischen Pasing und Eichenau im Bayerischen Landtag diese Woche deutlich: „Es hat sich nichts geändert: Der Bund muss liefern. Der Freistaat begrüßt ausdrücklich, dass der Bund mit seinem Deutschlandtakt den viergleisigen Ausbau der S4 zwischen Pasing und Eichenau in den vordringlichen Bedarf des Bedarfsplans Schiene aufgenommen hat. Damit besteht endlich eine greifbare Perspektive für das, was wir schon lange wollen. Nun muss aber endlich auch eine verbindliche Zusage des Bundes kommen. Schaufensteranträge im Bayerischen Landtag oder Behauptungen, der Freistaat hätte kein Interesse an einem viergleisigen Ausbau, helfen da wenig.“

Aufgrund der Ergebnisse einer vom Freistaat angestoßenen und von der Region geforderten Machbarkeitsstudie zum Ausbau der S4 West zwischen Pasing und Eichenau wurde die Strecke zunächst mit einem dreigleisigen Ausbau geplant, jedoch mit Aufwärtskompatibilität auf vier Gleise. Hintergrund war, dass die Zahlen bei der Prognose bis 2030 für eine Bundesförderung nicht ausreichend waren. Ministerin Schreyer erläutert: „Als ich Verkehrsministerin wurde und mich mit dem Projekt befasst habe, war mir schnell klar, dass wir uns die Option für ein viertes Gleis offenhalten müssen. Zum damaligen Zeitpunkt der Machbarkeitsstudie war noch nicht absehbar, dass der Bund den viergleisigen Ausbau in den Deutschlandtakt und somit in den ‚Vordringlichen Bedarf‘ des Bedarfsplans Schiene aufnimmt. Infolge der geänderten Rahmenbedingungen halte ich es unbestritten für die beste und vorausschauendste Lösung, die Strecke zwischen Pasing und Eichenau viergleisig gleich auszubauen.“

Schreyer ergänzt: „Es muss aber sichergestellt sein, dass ein viergleisiger Ausbau im gemeinsam zwischen Deutscher Bahn und Freistaat angestrebten Zeitfenster realisiert werden kann. Wichtig ist dabei, jetzt sehr zügig vor allem auch die offenen Fragen etwa zur Finanzierbarkeit und Baurechtserlangung zu klären. Hier brauchen wir den Bund, der bekanntlich für den Aus- und Neubau der Schieneninfrastruktur verantwortlich ist. Der Freistaat hat bereits mit rund 12 Millionen Euro Planungsmitteln unterstützt.“ Eine Zusage seitens des Bundes steht nach wie vor aus. Weitere Zeitverzögerungen kann ich im Interesse der davon betroffenen zahlreichen Fahrgäste nicht vertreten.“

Die Bayerische Staatsregierung engagiert sich schon seit Jahren aktiv für einen Ausbau der Infrastruktur auf diesem Streckenabschnitt. So ist der Ausbau fester Bestandteil des Programms „Bahnausbau Region München“. Die vom Freistaat bei der Deutschen Bahn in Auftrag gegebenen Planungen Pasing und Eichenau, die auch vom Bundesverkehrsministerium und dem Eisenbahn-Bundesamt begleitet wurden, sind bereits weit fortgeschritten.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers