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Bayern unterstützt Philipp-Schwartz-Initiative der Humboldt-Stiftung für bedrohte oder verfolgte Forscherinnen und Forscher
11. Juni 2021

Kofinanzierung des dritten Förderjahrs von Stipendiatinnen und Stipendiaten – Wissenschaftsminister Sibler: „Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit geben, ihrer Arbeit in Sicherheit nachzugehen“

MÜNCHEN. Der Freistaat setzt ein Zeichen für den Schutz der Wissenschaftsfreiheit: Wie Wissenschaftsminister Bernd Sibler heute in München bekannt gab, beteiligt sich Bayern an der Philipp Schwartz-Initiative, einem Stipendienprogramm der Humboldt-Stiftung. Dieses ermöglicht es internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die in ihrer Heimat bedroht oder verfolgt werden, ihre Forschungsarbeit an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen fortzusetzen.

„Durch die Mitfinanzierung eines dritten Förderjahres der Stipendiatinnen und Stipendiaten an bayerischen Hochschulen wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass gefährdete Forscherinnen und Forscher im Freistaat in Sicherheit ihrer Arbeit nachgehen und ihre Projekte zum Abschluss bringen können. Die Freiheit der Wissenschaft ist ein sehr wertvolles Gut, das es unbedingt zu schützen gilt“, betonte Wissenschaftsminister Sibler.

Die Philipp-Schwartz-Initiative wurde im Jahr 2015 von der Humboldt-Stiftung und dem Auswärtigen Amt ins Leben gerufen. Sie stellt Einrichtungen in Deutschland Mittel zur Verfügung, um gefährdete Forscherinnen und Forscher im Rahmen eines Fellowships aufzunehmen. Die Förderdauer beträgt zunächst zwei Jahre. Ein drittes Förderjahr wird zur Hälfte von der Humboldt-Stiftung bezuschusst, wenn die gastgebende Hochschule die andere Hälfte übernimmt. Die Übernahme dieser Mittel hat der Freistaat für die bayerischen Hochschulen zugesagt.

Bisher konnten über das Programm rund 280 gefährdete Forscherinnen und Forscher z.B. aus der Türkei, Syrien oder dem Iran ihre Arbeit in Deutschland fortführen. In Bayern sind aktuell 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem Philipp Schwartz-Stipendium beschäftigt.

Nähere Informationen zur Philipp Schwartz-Initiative finden Sie hier:

https://www.humboldt-foundation.de/bewerben/foerderprogramme/philipp-schwartz-initiative

 

Michael Becker, Sprecher, 089 2186 2025

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers