Über 1,14 Millionen Euro für Ausbau digitaler Lehrangebote durch die Virtuelle Hochschule Bayern
17. Januar 2021

Wissenschaftsminister Bernd Sibler zum Ergebnis der 2. Förderrunde 2020: 27 neue digitale Formate werden an bayerischen Hochschulen entwickelt – „Hoher Mehrwert für alle Beteiligten“

MÜNCHEN. Im Rahmen der zweiten Förderrunde 2020 der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb) werden den Trägerhochschulen der vhb über 1,14 Millionen Euro aus Mitteln des Freistaats Bayern für den Ausbau verschiedener digitaler Lehrangebote zur Verfügung gestellt. Das gab Wissenschaftsminister Bernd Sibler heute in München bekannt. Mit den Mitteln erweitern bayerische Hochschulen das Angebot der vhb an digitalen Lernformaten, und zwar um 14 sog. CLASSIC vhb-Kurse für Studentinnen und Studenten sowie um 13 OPEN vhb-Kurse. Letztere richten sich an jeden, der sich weiterbilden möchte. Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte: „Die Virtuelle Hochschule Bayern ist ein Aushängeschild digitaler Lehre. Für Studentinnen und Studenten, Dozentinnen und Dozenten sowie jede und jeden Interessierten sind die Kurse eine echte Bereicherung. Sie machen digitales, flexibles und individuelles Lernen möglich. Die Angebote sind ein Beispiel dafür, wie Lehre von heute gestaltet werden kann. Dabei stellen wir selbstverständlich hohe Ansprüche an die Qualität. Mit dieser Plattform machen unsere Hochschulen vor, wie digitale Lehre erfolgreich gemeinsam weiterentwickelt werden kann. Daraus ergibt sich ein hoher Mehrwert, von dem alle Beteiligten profitieren können.“

Um das vielfältige Angebot der vhb sukzessive und kontinuierlich weiter auszubauen, werden halbjährlich Fördermittel vergeben. In der Förderrunde 2020-II überzeugten die 14 CLASSIC vhb-Formate der Universitäten in Bamberg, Eichstätt-Ingolstadt, Erlangen-Nürnberg, Regensburg, Würzburg sowie der Ludwig-Maximilians-Universität in München und der Hochschulen für angewandte Wissenschaften bzw. Technischen Hochschulen in Landshut, Deggendorf und Regensburg. Sie sind u. a. Themen aus den Fächergruppen Geistes- und Kulturwissenschaften, Lehramt, Medizin, Rechtswissenschaft, Soziale Arbeit, Sprachen, Schlüsselqualifikationen, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftswissenschaften zuzuordnen. Die neuen Kurse werden nach zwei bis drei Semestern Entwicklungszeit das Portfolio von derzeit mehr als 580 CLASSIC vhb-Kursen in 15 Fächergruppen ergänzen. Die Inhalte sind unter Nutzung verschiedener Medien interaktiv und abwechslungsreich aufbereitet. Die Studentinnen und Studenten werden von geschulten E-Tutoren betreut und können ECTS-Punkte zur Anrechnung auf das Studium erwerben.

Darüber hinaus fördert der Freistaat 13 neue OPEN vhb-Formate der Universitäten in Bamberg, Eichstätt-Ingolstadt, Erlangen-Nürnberg, Regensburg und Würzburg und der Hochschulen für angewandte Wissenschaften bzw. Technischen Hochschulen in Würzburg-Schweinfurt, Deggendorf, Rosenheim und Regensburg. Die Selbstlernangebote fokussieren u.a. auf die Themen Krebsmedizin, Cyberkriminalität und digitale Strafverfolgung und Politische Partizipation – Grundlagen der politischen Teilhabe. Das Angebot an OPEN vhb-Formaten beinhaltet mit den neuen Projekten über 100 offene, kostenfreie Kurse für eine interessierte Allgemeinheit, die aber auch in die Hochschullehre integriert werden können, wenn Lehrende die Betreuung ihrer Studentinnen und Studenten übernehmen und Prüfungen anbieten.

Virtuelle Lehre seit über 20 Jahren

Die vhb wurde im Jahr 2000 gegründet. Ihr Markenkern ist die hochschulübergreifende Kooperation ihrer derzeit 31 Trägerhochschulen – zu diesen zählen derzeit zwölf Universitäten und 19 Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Als Verbundinstitut mit ihren drei Formaten CLASSIC vhb, OPEN vhb, und SMART vhb (für den Einsatz in Blended Learning-Formaten an den bayerischen Hochschulen) setzt die vhb wichtige Impulse für die Vernetzung von Hochschulen, Lehrenden und Studentinnen und Studenten in Bayern. Grundlegend ist dabei der Gedanke des Teilens von Hochschullehre. Die vhb entwickelt ihre Angebote und Organisationsstrukturen kontinuierlich weiter. Bedarfsorientierung, Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung werden dabei großgeschrieben. Die durch den Freistaat bereitgestellten Mittel werden in kompetitiven Förderrunden an Antragstellende der Trägerhochschulen vergeben. Der nächste Stichtag für die Einreichung von Anträgen zu den halbjährlich ausgeschriebenen Förderrunden CLASSIC vhb und OPEN vhb ist der 30. April 2021. Für die jährlich ausgeschriebene SMART vhb-Förderrunde können bis zum 15. Mai 2021 wieder Anträge durch die Hochschulen eingereicht werden.

 

Weitere Informationen zur vhb finden Sie hier:

https://www.vhb.org/

 

Julia Graf, stellv. Pressesprecherin, 089 2186 2621

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers