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Besuch von Staatsminister Dr. Herrmann im Energiepark Zolling / Staatsminister Herrmann: „Gut, dass hier die Generatoren laufen“/ Energiepark Zolling ist Musterbeispiel für klugen Energiemix und elementar für Versorgungssicherheit und Netzstabilität in Deutschland
5. Oktober 2022

Der Leiter der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien, Dr. Florian Herrmann, hat heute den Energiepark Zolling (Betreiber: Onyx Power Group) besucht und sich bei einem Rundgang u.a. mit Kraftwerksleiter Lothar Schreiber über die Situation und Perspektiven des Standorts Zolling informiert.

Staatsminister Dr. Herrmann: „Gut, dass hier in Zolling die Generatoren laufen. Andernfalls droht ein kalter und dunkler Winter. Der Energiepark ist ein Musterbeispiel für einen klugen Energiemix aus Kohle, Gas und Biomasse – in Zukunft auch Wasserstoff. Er versorgt 320.000 Haushalte mit Strom und über 20.000 Haushalte in der Region Freising mit Fernwärme. Dank seiner Schwarzstartfähigkeit ist Zolling gewissermaßen ein Kaskoschutz für das deutsche Stromnetz – nur wenige Kraftwerke können das! Wir brauchen jetzt klare Rahmenbedingungen der Bundesregierung, damit Energieunternehmen Planungssicherheit für die Zeit nach der Kohleverstromung haben. Die Planungen in Zolling, ein modernes wasserstofffähiges Wärmekraftwerk zu errichten, das nach der voraussichtlichen Stilllegung des Kohleblocks in 2025 Wärme produzieren kann, sind elementar für die Fernwärmeversorgung im Großraum Freising. Ich appelliere an alle Beteiligten, sich nachdrücklich und ideologiefrei mit der drohenden Versorgungslücke zu beschäftigen.“

Kraftwerksleiter Lothar Schreiber: „Wir freuen uns sehr, dass sich Staatsminister Dr. Herrmann die Zeit für den Besuch unseres Energieparks in Zolling genommen hat. An diesem Standort haben wir uns der sicheren Strom- und Wärmeversorgung verschrieben. In der aktuellen Situation stellen wir alle verfügbaren Erzeugungskapazitäten zur Verfügung, um unseren Beitrag für eine sichere Energieversorgung in Bayern zu leisten. Zeitgleich stellen wir uns auf das Ende der Kohleverstromung ein. Der erste Schritt ist der Bau eines modernen Wärmekraftwerks, mit dem wir die klimafreundliche, sichere und bezahlbare Fernwärmeversorgung im Großraum Freising in Zukunft sicherstellen können. Für uns hat es oberste Priorität gemeinsam mit der Stadt Freising und unserem Partner Bayernwerk dieses Projekt in die Umsetzung zu bringen. Wir freuen uns, dass sich Dr. Herrmann für dieses Projekt stark macht.“

Am Standort Zolling betreibt die Onyx Power Group einen Energiepark mit verschiedenen Erzeugungsarten. Dazu zählen unter anderem ein Kohleblock, ein modernes Biomasseheizkraftwerk, eine 2021 in Betrieb genommene Klärschlammtrocknungsanlage sowie Gasturbinen, mit denen im Falle eines Blackouts das Stromnetz in Süddeutschland wieder aufgebaut werden kann. Im Zuge der Energiewende soll die Wärmeproduktion am 120 Mitarbeitende zählenden Standort CO2-neutral aufgestellt werden. Dazu ist der Bau eines modernen wasserstofffähigen Wärmekraftwerks geplant. Das Vorhaben bettet sich in die unternehmensweite Transformationsstrategie der Onyx Power Group ein. Bis 2030 strebt das Unternehmen an, seine Energieproduktion auf klimafreundliche Technologien umzustellen. An der Umsetzung dieses Ziels arbeiten jeden Tag rund 450 Mitarbeitende an sechs Standorten in Deutschland und den Niederlanden.

Bilder von den Terminen können auf www.bayern.de heruntergeladen oder bei pressebild@stk.bayern.de angefordert werden.