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Bis zu 75.000 Euro: Digitalministerium fördert digitale Planungsmodelle für Kommunen / Bewerbungsphase startet
12. Oktober 2022

Das Bayerische Staatsministerium für Digitales unterstützt die bayerischen Kommunen dabei, mit Hilfe eigener Daten digitale Modelle von Objekten und Prozessen („Digitale Zwillinge“) zu entwickeln, mit denen sie ihre Planungen und Projekte schneller, besser und kostengünstiger realisieren können. Damit können die Kommunen beispielsweise ihre Verkehrsströme effizienter steuern, den Bedarf an Gesundheitsversorgung besser kalkulieren oder effizientere Maßnahmen bei der Anpassung an den Klimawandel umsetzen. Im Rahmen des Projekts erhalten die bayerischen Gemeinden, Städte und Landkreise Zugang zu Qualifizierungsmaßnahmen, Software sowie finanzielle Mittel von bis zu 50.000 Euro für einzelne Kommunen und bis zu 75.000 Euro für ortsübergreifende Projekte. Interessierte Kommunen können sich ab dem 7. November 2022 für das Projekt bewerben.

Digitalministerin Judith Gerlach erklärt: „Diese digitalen Modelle werden unseren bayerischen Kommunen helfen, besser auf aktuelle und künftige Herausforderungen reagieren zu können. Damit kommen wir bei der Digitalisierung in der Fläche weiter voran.“

Mit Hilfe dieser Planungsmodelle, auch „Digitale Zwillinge“ genannt, können die Kommunen Daten aus unterschiedlichen Quellen einbinden und so verschiedene Entwicklungen analysieren und simulieren. Die Vorteile: Städte werden mit dem Einsatz von digitalen Zwillingen für die Stadtplanung bis 2030 Kosteneinsparungen von 280 Milliarden US-Dollar erzielen, schätzt das globale Beratungsunternehmens ABI Research. Die Universität Singapur etwa konnte durch den Einsatz so eines digitalen Modells ihren Energieverbrauch um fast ein Drittel verringern.

Die teilnehmenden bayerischen Kommunen erhalten Beratungs- und Coachingleistungen ausgewählter Dienstleister für die fachliche und technische Umsetzung eines „Digitalen Zwillings“. Im Mittelpunkt steht dabei die Qualifizierung der Mitarbeitenden. Für kleinere Kommunen mit bis zu 10.000 Einwohnern wurde ein eigener Fördertopf eingerichtet. Ortsübergreifende Projekte werden besonders berücksichtigt.

Interessierte Kommunen können sich vom 7. November 2022 bis zum 31. Januar 2023 bewerben. Bis April 2024 erarbeiten die Kommunen dann zusammen mit ausgewählten Dienstleistern ihren „Digitalen Zwilling“. Das Planungsmodell kann ab da stetig erweitert und von den Kommunen zur Planung und Simulation unterschiedlichster Entwicklungen genutzt werden.

Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen finden Sie hier.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers