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Digitale Teilhabe im Mittelpunkt von CODE BAVARIA 2021 / Gerlach: Brauchen manchmal digitale Planierraupe, um Barrieren einzureißen
21. Oktober 2021

„Manchmal braucht es eine digitale Planierraupe, um Barrieren einzureißen!“ Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach warb beim Digitalgipfel CODE BAVARIA 2021 eindringlich für den Abbau von Hürden bei der Digitalisierung. Die Digitale Teilhabe stand im Mittelpunkt der hybriden Veranstaltung in München, an der insgesamt über 500 hochkarätige Gäste und namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden teilnahmen. Gerlach erklärte dabei, dass in einer modernen Gesellschaft digitale Teilhabe auch soziale Teilhabe bedeute: „Nur wer Zugang zu Technologie hat und damit umgehen kann, ist gesellschaftlich dabei. Eine ausreichende digitale Versorgung ist inzwischen fast so wichtig wie eine Grundversorgung mit Essen, Strom und Wasser. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass wir bei der digitalen Transformation auch wirklich alle mitnehmen – Junge und Alte, Hochgebildete und weniger Gebildete, Männer und Frauen. Denn Digitalisierung ist kein Selbstzweck: Im Mittelpunkt muss immer der Mensch stehen.“

In mehreren Gesprächsrunden wurde dabei über den richtigen Zugang zu digitaler Infrastruktur diskutiert. Speaker, Autor und Motivator Janis McDavid betonte in einem Impulsvortrag, dass Digitale Teilhabe gleich bei der digitalen Transformation mitgedacht werden müsse: „Digitalisierung bietet nur dann eine Chance für alle Menschen, wenn wir schon heute die Weichen in Richtung Teilhabe stellen.“ Gründerin Verena Pausder warnte davor, das Thema Digitale Teilhabe als Elitenthema zu betrachten: „Digitalisierung ist kein abgehobenes Visionärsthema, sondern betrifft uns alle ganz konkret im Alltag – von Mobilität über Gesundheit bis zu Schulen. Deshalb ist es wichtig, dass wir Digitalisierung gemeinsam und inklusiv gestalten, damit sie für alle funktioniert.“ Der Präsident des Bayerischen Landessportverbands, Jörg Ammon, wies auf die Plattform BLSVdigital seines Verbands hin, die die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen der 12.000 Mitgliedsvereine deutlich entlaste: „Weniger Zeit für Verwaltung und Bürokratie bedeutet mehr Zeit für den Sport und den Mitgliedsservice. Und damit mehr Zeit für das, was Sportvereine am meisten ausmacht: ein lebendiges Miteinander!“

Bei dem Kongress wurden auch praktische Lösungsansätze vorgestellt, wie die Digitalisierung neue Lebenswelten eröffnen, Gleichberechtigung herbeiführen und den Weg für ein breites gesellschaftliches Miteinander unterstützen kann. Unter anderem präsentierten die Macher des Vereins BIRNE7 ihre Projekte, etwa einen digitalen „Blindenstock der Zukunft“. Mit dem von Studenten entwickelten Assistenzsystem, das Blinde zusätzlich zu einem Blindenstock nehmen können, sollen Hindernisse vor allem in Brust- als auch Kopfhöhe detektiert und so umgangen werden können.

In einem Panel mit der Bayerischen Staatsministerin für Europaangelegenheiten und Internationales, Melanie Huml, und dem Co-Founder des Projekts Learning Lions, Ludwig von Bayern, wurde über Erfahrungen der digitalen Teilhabe in anderen Ländern diskutiert. Huml erklärte: „Wir müssen Afrika neu denken! Afrika ist ein Kontinent der Chancen, gerade im Bereich digitaler Lösungen. Mit unserer Förderung engagieren wir uns hier nachhaltig für eine fundierte Ausbildung und geben jungen Menschen in Kenia – insbesondere auch Frauen – damit nicht nur eine Zukunftsperspektive, sondern stärken auch ihre Eigenverantwortung und finanzielle Unabhängigkeit. “

Weitere Informationen zum Digitalgipfel CODE BAVARIA finden Sie hier.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers