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Fall Ayleen: Digitalministerin Gerlach appelliert für mehr Schutz für Kinder und Jugendliche im Internet / „Hinschauen, aufklären und unterstützen“
2. August 2022

Vor dem Hintergrund des Tötungsdelikts an der 14-jährigen Ayleen appelliert Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach für mehr Schutz für Kinder und Jugendliche im Internet. „Der Fall ist schrecklich und schockierend. Dass das Mädchen den mutmaßlichen Täter in einem Internet-Chat kennengelernt haben soll, macht erneut die Gefahren sichtbar, die gerade für Kinder und Jugendliche im Netz lauern. Wir müssen hier hinschauen, aufklären und unterstützen.“

Die Ministerin betont: „Kinder kommen heute bereits sehr früh in Kontakt mit Gewalt und Kriminalität im Internet. Dabei dürfen wir sie nicht allein lassen. Den Jugendlichen muss klar sein: Das Internet ist kein geschützter Raum. Alles kann missbräuchlich verwendet werden. Deshalb sollten Jugendliche niemals sensible Informationen oder Fotos teilen und immer im Hinterkopf behalten, dass jeder unter falschem Namen chatten kann.“

Gerlach sieht hier auch die Eltern in der Pflicht: „Wie in der analogen Welt brauchen Kinder und Jugendliche auch im Netz Regeln und klare Grenzen. Besser als ein pauschales Verbot oder gar die Kontrolle des Handys ist ein aufklärendes, vertrauensvolles Gespräch über die Gefahren, die online lauern. Die Eltern selbst sollten einen sensiblen Umgang mit digitalen Medien vorleben, zum Beispiel keine Partybilder oder andere höchst private Aufnahmen von sich selbst oder den Kindern posten.“

Auch Schulen und Behörden sind laut Gerlach gefordert: „Es gibt hier zahlreiche Angebote, um die Kinder und Jugendlichen zu sensibilisieren. Mit unserer App ´Wo ist Goldi?´ etwa führen wir schon Grundschulkinder spielerisch an das Thema Sicherheit im Internet heran. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bietet eine Checkliste an, um einen möglichst hohen technischen Kinderschutz auf Tablets und Smartphones zu ermöglichen. Das Wichtigste aber ist Kommunikation. Deshalb appelliere ich an uns alle: Seien wir Ansprechpartner für unsere Kinder! Und seien wir Vorbilder. Das ist besser als Kontrolle und Ermahnungen.“

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers