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FÜRACKER ÜBERREICHT BUNDESVERDIENSTORDEN: HERAUSRAGENDES ENGAGEMENT FÜR UNSERE GESELLSCHAFT – Bundesverdienstkreuz am Bande für Maria Anna Pfeiffer (Velburg), Boris-Michael Damzog (Störnstein) und Hans Neumann (Nittendorf)
25. Februar 2022
„Diese Auszeichnung ist eine Würdigung Ihres langjährigen und herausragenden Engagements für unser Gemeinwesen!“ – Mit diesen Worten überreichte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, MdL, die Ordensinsignien des Bundesverdienstkreuzes am Bande an Maria Anna Pfeiffer (Velburg), Boris-Michael Damzog (Störnstein) und Hans Neumann (Nittendorf). Er gratulierte bei der Übergabe in Nürnberg am Freitag (25.2.) den Geehrten herzlich zu dieser vom Bundespräsidenten verliehenen hohen Auszeichnung für hervorragende Leistungen für das Gemeinwohl. „Sie teilen mit großer Leidenschaft Ihr Wissen, Ihre Erfahrung und Begeisterung und leisten damit einen wertvollen Dienst an unserer Gesellschaft. Dafür gebührt Ihnen unser besonderer Dank und ein herzliches Vergelt´s Gott“, so Füracker.

Maria Anna („Marianne“) Pfeiffer ist ein herausragendes Beispiel für gelebte bayerische Heimat- und Ehrenamtskultur. Mit ihrer großen fachlichen Kompetenz im Bereich Obst- und Gartenbau engagiert sich Frau Pfeiffer seit Jahrzehnten ehrenamtlich. Sie ist seit 1979 Mitglied in den Obst- und Gartenbauvereinen von Oberwiesenacker, Ezelsdorf und Laaber-Dietkirchen und organisierte Lehrfahrten zu Landesgartenschauen oder Lehreinrichtungen sowie unzählige Besuche von gärtnerischen und kulturellen Einrichtungen. Auch auf Kreis- und Bezirksebene setzte Frau Pfeiffer als Mitglied der Bewertungskommission „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ und als Referentin im Umwelt- und Regionalentwicklungszentrum „HAUS AM HABSBERG“ des Landkreises Neumarkt i.d.OPf. zudem wichtige Impulse für eine attraktivere und lebenswertere Heimat. Auf politischer Ebene ist sie seit Jahrzehnten aktiv und unterstützt als langjähriges Mitglied der Christlich-Sozialen Union (CSU) Belange und Interessen ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Über drei Wahlperioden lang war sie Mitglied des Kreistages des Landkreises Neumarkt i.d.OPf. und brachte ihr Fachwissen in verschiedensten Ausschüssen ein. Schließlich wirkte Frau Pfeiffer von 1997 bis 2020 – 23 Jahre lang – als ehrenamtliche Richterin am Verwaltungsgericht Regensburg und übernahm damit auch in vorbildlicher Weise Verantwortung für die rechtsstaatliche Ordnung.

Boris-Michael Damzog verkörpert bürgerschaftliches Engagement in herausragender Weise: Viele Jahrzehnte hat er nicht nur für die Menschen in seiner Gemeinde und Heimatregion viel bewegt, sondern sich auch insbesondere für das Zusammenwachsen des bayerisch-tschechischen Grenzraums und die Energiewende eingesetzt. Ausgangspunkt seines ehrenamtlichen Wirkens ist die Kommunalpolitik. Ab 1984 war Herr Damzog drei Jahrzehnte lang Mitglied des Gemeinderats der Gemeinde Störnstein für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), davon zwei Jahre als zweiter Bürgermeister und von 2002 bis 2014 als Erster Bürgermeister. 2015 wurde ihm der Titel „Altbürgermeister“ verliehen. Besonders am Herzen liegt ihm seit jeher das Zusammenwachsen des bayerisch-böhmischen Grenzraums. Er hat den Bürgerinnen und Bürgern in der grenzüberschreitenden Region seiner Heimat die Idee eines vereinten Europas auf leidenschaftliche Art und Weise nähergebracht, die europäische Idee mit Leben gefüllt und unter anderem die Partnerschaft seiner Heimatgemeinde mit dem tschechischen Kuttenplan (Chodova Plana) mitbegründet. Ein weiteres wichtiges Wirkungsfeld von Altbürgermeister Damzog ist die Energiewende, für die eine dezentrale Energieversorgung auf kommunaler Ebene von Anfang an ein wichtiges Standbein war und nach wie vor ist. Er war 2011 Gründungsvorstand der „Bürger-Energie-Genossenschaft ZENO“ und dabei für die positive Entwicklung der Genossenschaft in den letzten zehn Jahren mit eigenen Solarparks und mehreren Photovoltaikanlagen maßgeblich verantwortlich. Die Bandbreite des ehrenamtlichen Engagements von Boris-Michael Damzog reicht von der Kriegsgräberfürsorge, über die Organisation von Kinderzeltlagern und Schöffentätigkeit am Amtsgericht und Landgericht Weiden bis zur Wiedergründung des historischen Vereins der „Historisch Hochfürstlichen Lobkowitzischen Grenadier Garde der Gefürsteten Grafschaft Sternstein“.

Das über vier Jahrzehnte, vielfältige ehrenamtliche Wirken von Hans Willi Neumann verdient allerhöchste Anerkennung. Ob in Partei- und Kommunalpolitik, Gewerkschaften oder im Sportverein, Hans Neumann hat stets für Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt gesorgt. Bereits mit 21 Jahren hat er seine Leidenschaft für gewerkschaftliche Themen entdeckt und in seiner Heimatgemeinde Undorf die Christliche Arbeiterjugend gegründet. Sowohl im aktiven Berufsleben als Ingenieur bei der Deutschen Bahn als auch im Ruhestand setzte er dieses Engagement jahrzehntelang in der Gewerkschaft der Eisenbahner, der TRANSNET-Gewerkschaft, beim Deutschen Gewerkschaftsbund, als Seniorenleiter der Eisenbahn Verkehrsgewerkschaft (EVG) Regensburg/Schwandorf sowie als Vorsitzender der Senioren im Landesverband Bayern und Vertreter im Bundesvorstand leidenschaftlich fort. Daneben hat sich Herr Neumann mehr als zwei Jahrzehnte lang auch kommunalpolitisch als Gemeinderat der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und Fraktionsvorsitzender engagiert. Schließlich ist er auch ehrenamtlich im Sportverein seiner Heimatgemeinde Undorf aktiv und begleitete als erster und zweiter Vorsitzender den Bau des Vereinsheims und große Jubiläumsfeiern ebenso wie das sportliche und rege Vereinsleben von Groß und Klein.

Fotos von der Übergabe der Orden stehen ab ca. 13:30 Uhr zum Download bereit unter

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers