Glauber: Biotopverbund soll weiter wachsen – Vertragsnaturschutzprogramm 2021 startet
18. Dezember 2020

Im nächsten Jahr sollen noch mehr Flächen in das bayerische Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) – Deutschlands größte Naturschutzfördermaßnahme – aufgenommen werden. Das betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute in München: "Mit unserem Vertragsnaturschutzprogramm setzen wir das Volksbegehren Plus gemeinsam mit den Landwirten weiter um. Naturverträgliche Bewirtschaftung heißt Verantwortung für den Erhalt der Artenvielfalt übernehmen. Rund 120.000 Hektar Fläche werden im Rahmen des Vertragsnaturschutzprogramms bereits naturverträglich bewirtschaftet. Das entspricht einer Fläche von rund 170.000 Fußballplätzen. Durch die aufwendige Pflege entstehen blütenbunte Wiesen und Weiden, Äcker mit Mohn und seltenen Kornblumen und viele andere artenreiche Lebensräume. Mit unserem Vertragsnaturschutzprogramm honorieren wir diese Leistung. Bis zum Jahr 2030 wollen wir die Natur-Flächen noch einmal kräftig ausbauen: Gemeinsam mit den Landwirten wollen wir den Biotopverbund im Offenland auf 15 Prozent der Fläche ausweiten." Am bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm nehmen bereits über 20.000 Betriebe teil. Für die naturverträgliche Pflege der landwirtschaftlichen Flächen werden in Bayern insgesamt rund 65 Millionen Euro bereitgestellt. Die Summe setzt sich aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln zusammen.

 

Die Antragstellung für das nächste Jahr läuft vom 11. Januar bis zum 24. Februar 2021 über die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Aufgrund der Corona-Pandemie erfolgt die Antragstellung ausschließlich online. Bei allen Maßnahmen werden Neuantragstellungen für fünf Jahre gefördert. Das Vertragsnaturschutzprogramm bietet damit Planungssicherheit für die teilnehmenden Betriebe. Interessierte Landwirte werden gebeten, sich ab sofort mit der für sie zuständigen unteren Naturschutzbehörde für einen telefonischen Beratungstermin in Verbindung zu setzen. "Wir wollen die Förderbedingungen auch für Öko-Landwirte attraktiver gestalten. Deshalb sollen Ackermaßnahmen im Vertragsnaturschutz mit der Förderung für den ökologischen Landbau besser miteinander kombiniert werden können. Ich freue ich mich auf viele zusätzliche Partner und rufe alle Landwirte zum Mitmachen beim Vertragsnaturschutz auf", appellierte Glauber. Die verbesserten Fördermöglichkeiten von Öko-Betrieben im Vertragsnaturschutz stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung der EU-Kommission.

 

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers