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Pressemitteilungen

Glauber: Sichere Schutzausrüstung für Bayern – Bayerische Prüfstelle für Schutzgüter wird aufgebaut

8. Mai 2020

Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität. Das gilt auch für den Bereich Schutzausrüstung. Deshalb wird jetzt auf Initiative des Bayerischen Verbraucherschutzministeriums die "Bayerische Prüfstelle für Schutzgüter" (BayPfS) aufgebaut. Bayerns Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber betonte dazu heute in München: "Wir leisten jeden Tag einen Kraftakt, um mit möglichst unbürokratischen Bewertungsverfahren dringend benötigte Artikel wie etwa Atemschutzmasken dem Markt zuzuführen. Die geprüfte und bestätigte Qualität der Produkte ist entscheidend für die Gesundheit der Menschen und damit entscheidend für die Bewältigung der Pandemie. Die aktuelle Krise zeigt, wie wichtig die kurzfristige Prüfung und Zertifizierung von Schutzgütern sind. Wir werden nun unsere eigenen Prüfkapazitäten durch die Bayerische Prüfstelle für Schutzgüter ausbauen. Mit der neuen Prüfstelle sorgt Bayern dafür, dass in der Krise, nach der Krise und vor der nächsten Krise eine schnelle und sichere Bewertung der Schutzwirkung von Schutzausrüstungen vorgenommen werden kann." Die Prüfstelle soll Schutzausrüstungen wie Schutzanzüge, Masken und Handschuhe bewerten.

 

Um mehr Produkte zu prüfen und um den Markt effektiv zu überwachen, wird die bestehende Geräteuntersuchungsstelle (GUS) am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zur "Bayerischen Prüfstelle für Schutzgüter" ausgebaut. Aufgabe der GUS war bisher die sicherheitstechnische Prüfung von Produkten, wie etwa Spielzeug und Elektrotechnik, im Rahmen der Marktüberwachung. Dringend benötigte Schutzgüter, wie beispielsweise die FFP-Atemschutzmasken, kommen jetzt hinzu. Die vorhandenen Prüfstellen, wie etwa die DEKRA Testing and Certification GmbH in Stuttgart oder die TÜV NORD CERT GmbH in Essen, stoßen hier an ihre Kapazitätsgrenzen. Deutschlandweit gibt es für Atemschutzmasken derzeit nur insgesamt vier Stellen, die die sichere Funktion der Masken in einem verkürzten Verfahren prüfen. Für den schnellen Aufbau dieser Untersuchungseinrichtungen stellt die Bayerische Staatsregierung rund 2,7 Millionen Euro aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie bereit.

 

"Wir wollen die notwendigen Prüfressourcen aufbauen, um den Markt effektiv zu überwachen. Wir erhöhen den Druck auf die Wirtschaftsakteure: Nur Produkte mit dem erforderlichen Sicherheitsniveau dürfen in Umlauf gebracht werden. So schützen wir auch heimische Unternehmen, die sich an die Regeln halten. Wir sorgen damit für einen fairen Wettbewerb. Der Aufbau der Prüfstelle ist zudem ein wichtiger Baustein beim Aufbau der heimischen Herstellung von Schutzgütern", betonte Glauber.

 

Auch nach der Corona-Krise wird die Marktüberwachung weiterhin damit beschäftigt sein, Produkte, die nicht den Vorgaben entsprechen, vom Markt zu nehmen. Um die notwendigen Prüfungen in der gebotenen Qualität und Quantität durchzuführen, sollen die sieben bayerischen Gewerbeaufsichtsämter personell entsprechend verstärkt werden. Die erforderlichen Personalmittel für den nachhaltigen Aufbau der Prüfeinrichtung und die Stärkung der Marktüberwachung werden im Rahmen der Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2021/22 eingebracht.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers



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