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Holetschek weitet Impf-Kampagne für Jugendliche und junge Erwachsene aus – Bayerns Gesundheitsminister: Junge Menschen sollen Gleichaltrige von einer Impfung überzeugen
2. August 2021

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek will verstärkt auch Jugendliche und junge Erwachsene für eine Corona-Schutzimpfung motivieren. Dazu hat das Gesundheitsministerium nun seine Motivations-Kampagne „Ich tu’s für…“ insbesondere für junge Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren erweitert. Holetschek betonte am Montag in München: „Bei den Corona-Schutzimpfungen müssen wir jetzt vor allem auch Jugendliche und junge Erwachsene in den Blick nehmen: „Mit gezielter Aufklärung und Information wollen wir sie zu einer Impfung bewegen.“ Der Minister ergänzte: „Der Impfstoff ist da! Lassen Sie sich jetzt impfen! Nutzen Sie die vielen Impfangebote ohne Termin und ohne Registrierung! Eine Impfung ist die beste Vorsorge für den Herbst und Winter und außerdem ein Akt der Solidarität im gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie.“

Jugendliche im Alter zwischen 15 bis 19 Jahren und junge Erwachsene im Alter zwischen 20 bis 34 Jahren weisen aktuell mit 38,7 bzw. 27,8 die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen auf (Stand: 01.08.2021, 08:00 Uhr). Holetschek bekräftigte: „Deshalb müssen wir diese Altersgruppe jetzt beim Impfen verstärkt in den Fokus nehmen. Denn COVID-19 kann auch für Jüngere gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Auch die Folgen des Post-COVID-Syndroms für junge Menschen dürfen wir nicht unterschätzen.“

Der Minister ergänzte: „Experten zufolge können auch junge Menschen, die sich mit Corona infiziert haben, langfristige Beeinträchtigungen spüren und teilweise über Monate oder länger am sogenannten Post-COVID-Syndrom leiden. Sie sind chronisch erschöpft, haben Konzentrationsprobleme oder eine eingeschränkte Lungenfunktion und verlieren den Geschmacks- und Geruchssinn.“

Holetschek sagte: „Wir haben unsere Motivations-Kampagne Ich tu’s für…‘ nun erneut ausgeweitet und sprechen jetzt gezielt die 16- bis 30-Jährigen an, die wegen der Priorisierung lange keinen Zugang zur Corona-Impfung hatten. Mit mobilen Teams, über Sonderaktionen vor Ort und Impfterminen ohne Voranmeldung bringen wir die Impfungen direkt zu den jungen Menschen: in die Schulen, in Einkaufszentren, in die Sportvereine und in Fitnessstudios, in die Gastronomie, zu Fastfoodketten oder Kinos.“

Der Minister fügte hinzu: „Das Ziel unserer Motivations-Kampagne ist: Junge Menschen sollen Gleichaltrige von einer Impfung überzeugen. Ab sofort werben etwa ein Gamer oder eine Umweltaktivistin über diverse Social-Media-Kanäle wie Facebook, YouTube, Tik Tok oder SnapChat, mit Videos im Internet, TV-Spots in Schnellrestaurants, Fitnessstudios und Einkaufszentren für die Corona-Schutzimpfung. Wir werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen dabei auch gezielt auf Impfaktionen in ihrer Nähe hinweisen.“

Holetschek betonte: „Ich appelliere an die jungen Menschen, diese Impfangebote gerade auch mit Blick auf den Herbst und die weiter steigenden Inzidenzen wahrzunehmen. Es geht nicht nur um den gesundheitlichen Schutz, sondern auch darum, durch die Impfungen wieder ‚normaler‘ leben zu können. Denn gerade die jungen Menschen mussten durch die Corona-Pandemie starke Einschränkungen hinnehmen: Die Schulen waren geschlossen, gemeinsames Training im Sportverein war lange nicht möglich und auch private Treffen mussten über Monate hinweg heruntergefahren werden. Klar ist auch: Wer vollständig geimpft ist, muss als enge Kontaktperson eines Mitschülers, Freundes oder auch Sportkameraden, der sich mit Corona infiziert hat, in der Regel nicht mehr 14 Tage in Quarantäne!“

Der Minister fügte hinzu: „Der Ministerrat hat sich dafür ausgesprochen, ab Mitte August 2021 allen Schülerinnen und Schülern ab zwölf Jahren in den Impfzentren ein Impfangebot zu machen. Das Kultusministerium und das Gesundheitsministerium arbeiten aktuell ein Konzept dafür aus. Ich appelliere auch an Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren und deren Eltern und Sorgeberechtigten, diese Impfangebote wahrzunehmen.“

Die Ende Juni gestartete Motivations-Kampagne „Ich tu‘s für …“ des bayerischen Gesundheitsministeriums setzt auf Sympathieträger und bekannte Persönlichkeiten, die für die Schutzimpfung werben und dabei eine besondere Solidarität zeigen: nicht nur für Menschen, die ihnen nahestehen, sondern auch für Menschen, die eher konträre Einstellungen, Werte oder Ansichten haben.

Holetschek erläuterte: „In der ersten Runde gehörten zu den prominenten Impf-Befürwortern Fußballstar Leroy Sané und Spitzenkoch Alexander Herrmann. In der zweiten Runde ist nun unter anderem die Sängerin und Moderatorin Victoria Swarovski dabei.“

Die Kampagne läuft auch auf Englisch, Türkisch und Russisch. Informationen dazu und alle Motive finden Sie unter: www.ichtusfuer.bayern.de. Außerdem ist dort jetzt auch ein Terminkalender mit vielen bayernweiten Sonderaktionen zur Impfung zu finden.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers