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Innenstaatssekretär Eck händigt Bundesverdienstkreuze aus
23. Juli 2021

Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck händigt am

Donnerstag, den 29. Juli 2021

um  08:45 Uhr

im Fürstensaal der Residenz,
Residenzplatz 2, 97070 Würzburg,

das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an die Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen in Würzburg, Dr. Anke Klaus, an die ehemalige unterfränkische Bezirks- und Kreistagsabgeordnete Christine Müller und an den Leiter des Fraunhofer-Instituts für Silicat-Forschung Würzburg, Prof. Dr. Gerhard Sextl, aus. Am  

  Donnerstag, den 29. Juli 2021

  um  13.00 Uhr,

   im Fürstensaal der Residenz

händigt Eck das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an den Altbürgermeister der Gemeinde Wollbach, Alois Gensler, an den Vorsitzenden der Reservistenkameradschaft Bad Neustadt, Otto Jahrsdörfer, und an den ehemaligen Kreisbrandinspektor des Landkreises Lichtenfels, Ottmar Jahn, aus.

Berichterstatter und Bildberichterstatter sind dazu herzlich eingeladen. Für den Einlass ist eine vorherige Akkreditierung bei der Pressestelle der Regierung von Unterfranken erforderlich (Tel.: 0931/380-1109; E-Mail: pressestelle@reg-ufr.bayern.de). Für O-Töne bitten wir, eine Mikrofonangel zu nutzen. Ebenfalls bitten wir, für eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung zu sorgen.

Dr. Anke Klaus (68) engagiert sich seit 25 Jahren in herausragender Weise im sozialen Bereich und hat sich hierbei große Verdienste um das Ge-meinwohl erworben. Die Situation von Frauen, die Lebenslagen und Entwicklungsperspektiven von Kindern sowie die besondere Situation von Jugendlichen bewegen sie genauso wie die ethischen Fragen am Lebensanfang, die Fragen der vertraulichen Geburt, des Schutzes von Frauen und Kindern vor häuslicher Gewalt oder einer eigenständigen Existenzsicherung und konsistenten Familienpolitik. Seit 1996 ist Frau Klaus ehrenamtliches Mitglied im Vorstand des „Sozialdienstes katholischer Frauen e. V.“ (SkF) Würzburg. Von 1996 bis 2000 war sie Stellvertreterin der Vorsitzenden, seit dem Jahr 2000 ist sie Vorsitzende des Vereins, der Träger von Beratungsdiensten, ambulanten, stationären und teilstationären Einrichtungen der Jugend-, Frauen- und Familienhilfe sowie der Hilfe für Menschen mit psychischer Erkrankung ist.

Ihr Engagement beschränkt sich nicht auf den lokalen und regionalen Bereich. Bis 2007 war sie Mitglied des Zentralrates des SkF Gesamtvereins und im Anschluss bis 2011 Mitglied der Bundesdelegiertenversammlung. Von 2011 bis 2019 hatte Sie das Amt der Bundesvorsitzenden des SkF Gesamtvereins inne. In dieser Funktion war Dr. Klaus verantwortlich für die Bundesgeschäftsstelle in Dortmund und die sechs dazugehörigen eigenen Einrichtungen. Zu Ihren Aufgaben zählte auch die Öffentlichkeitsarbeit für alle SkF-Vereine in Deutschland. Mit großer Entschiedenheit setzte sie sich in dieser Zeit für eine zeitgemäße Weiterentwicklung des SkF ein. Für Anliegen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Mitglieder war sie nahezu jederzeit erreichbar und ansprechbar. Ihre langjährige Erfahrung, ihre Begabung, Menschen zu überzeugen, ihre Ausdauer und ihre Beharrlichkeit machen sie zu einer starken Führungspersönlichkeit.

Als engagierte Christin ist ihr auch das Engagement in der Kirche ebenfalls ein großes Anliegen. So war Dr. Klaus von 2015 bis 2019 Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Hier setzte sie sich für die Belange von Frauen ein und darüber hinaus für die Vernetzung mit verschiedenen anderen Verbänden, darunter der Deutsche Frauenrat, der Familienbund der Katholiken und die Personalfachverbändekonferenz. Trotz Ihrer hohen zeitlichen und thematischen Inanspruchnahme engagiert sich Dr. Klaus seit 1998 auch als Delegierte des SkF Würzburg im Diözesanrat der Katholiken im Bistum Würzburg, in dem Sie von 2002 bis 2006 zudem Mitglied im Vorstand war.

Daneben ist sie seit 2000 sowohl Mitglied der Vertreterversammlung als auch des Caritasrates des Caritasverbandes für die Diözese Würzburg. Zusätzlich war sie von 2002 bis 2004 Mitglied des Zentralrates des Deutschen Caritasverbandes und dort von 2004 bis 2019 Mitglied der Delegiertenversammlung, zunächst als Vertreterin des Caritasverbandes für die Diözese Würzburg, ab 2015 als SkF-Bundesvorsitzende. Außerdem gehörte sie von 2005 bis 2019 der Kommission „Sozialpolitik und Gesellschaft“ des Deutschen Caritasverbandes an. Des Weiteren ist Frau Klaus seit 2007 stellvertretende Vorsitzende im Kuratorium der „Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung“ und seit 2017 Vorsitzende des Stiftungsrates der „SkF-Stiftung Agnes Neuhaus“. Für ihr weitreichendes Engagement wurde sie im September 2020 mit dem päpstlichen Silvesterorden ausgezeichnet.

Christine Müller (83) engagiert sich seit über 35 Jahren in außergewöhnlicher Weise im sozialen und im kommunalpolitischen Bereich. 1983 war sie Mit-Organisatorin von Mahnwachen in Münnerstadt gegen den Nato-Doppelbeschluss und die geplante Aufrüstung. Aus diesen vorwiegend von Frauen besuchten Treffen gründete sich der Verein „Frauen stiften zum Frieden an e. V.“ in Münnerstadt, dessen Erste Vorsitzende Christine Müller von 1983 bis 1994 war. In dieser Zeit organisierte der Verein auch zahlreiche Demonstrationen gegen Ausländerfeindlichkeit und Obdachlosigkeit im Landkreis Bad Kissingen. Als Mitglied des Vorstands des Kreisjugendrings Bad Kissingen von 1994 bis 2002 vernetzte Müller die „Friedensfrauen“ mit der Tschernobyl-Hilfe des Kreisjugendrings. So konnte Kindern aus Tschernobyl Urlaub in gesunder Umgebung und im Bedarfsfall ärztliche Hilfe ermöglicht werden. Sie begleitete auch mehrere Hilfstransporte in die Ukraine und hält noch heute Kontakt zu ukrainischen Familien.

2001 gehörte Müller zu den Gründerinnen des Vereins „Frauen-Netzwerk Landkreis Bad Kissingen e. V.“, der seit 2012 den Namen „Generationen-Netz Landkreis Bad Kissingen e. V.“ trägt. Über 20 Jahre gehörte sie dem Vorstand des Vereins an, der Sie nach Ihrem kürzlich erfolgten Ausscheiden direkt zum Ehrenmitglied ernannte. Das Generationen-Netz ist Träger des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Mehrgenerationenhauses in Bad Kissingen. Bei diesem vorbildlichen Projekt stehen das Miteinander von Jung und Alt sowie Begegnungen mit unterschiedlichen Kulturen und damit die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund im Mittelpunkt.

Christine Müller war des Weiteren Mitgründerin von „Aufwind – Verein für gemeindenahe Psychiatrie e. V.“ in Werneck und dort von 1995 bis 2016 stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes. Nicht zuletzt durch ihre intensive Mitarbeit ist es gelungen, das Betreute Wohnen für psychisch kranke Menschen in Werneck auszubauen, ein Tageszentrum zu etablieren, die therapeutische Übergangseinrichtung „Der Gutshof“ zu betreiben und das Café Balthasar im Schloss Werneck zu führen. Dort können psychisch kranke Menschen ihre berufliche Belastungsfähigkeit erproben und weiterentwickeln. Für Frau Müller war sowohl der Kontakt zu den erkrankten Menschen als auch zum festangestellten Fachpersonal und zu den ehrenamtlichen Bürgerhelfern wichtig.

Im kommunalpolitischen Bereich engagierte sich Müller von 1984 bis 1993 als stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Münnerstadt und von 1992 bis 1994 als stellvertretende Vorsitzende des SPD-Kreisverbands Bad Kissingen. Zudem war sie von 1997 bis 2003 Vorsitzende des Unterbezirks Rhön-Haßberge der „Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen“. Im Bezirkstag Unterfranken, dem Müller zwischen 1990 und 2008 insgesamt vier Wahlperioden angehörte, übernahm sie von 1993 bis 2003 als stellvertretende Fraktionsvorsitzende und von 2003 bis 2008 als Fraktionsvorsitzende der SPD besondere Verantwortung. Während Ihres Bezirkstagsmandats war sie Mitglied in zahlreichen Ausschüssen und Arbeitsgruppen. Von 2003 bis 2008 engagierte sie sich zudem in der Verbandsversammlung und im Hauptausschuss des Verbandes der bayerischen Bezirke. Parallel war sie von 1996 bis 2008 Mitglied des Kreistags Bad Kissingen. Schließlich nahm sie von 1995 bis 2019 das Amt einer Beisitzerin in der Mitgliederversammlung des „Bezirksjugendsinfonieorchesters Unterfranken e. V.“ wahr. In den Jahren von 1998 bis 2004 war sie zudem Jugendschöffin am Amtsgericht Bad Kissingen.

Prof. Dr. Gerhard Sextl (63) ist sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene ein erfolgreicher Wissenschaftler und eine Kapazität auf seinem Fachgebiet. Er hat sich durch seine langjährigen herausragenden Leistungen im Bereich der Materialforschung, der anwendungsnahen Entwicklung von innovativen anorganischen Werkstoffen, der Elektromobilität und auch im Bereich der Gesundheitsforschung verdient gemacht.

Nach Beendigung seines Studiums und der Promotion war Professor Sextl  ab 1988 zunächst bei verschiedenen privaten Firmen im In- und Ausland tätig. Parallel übernahm er ab 1998 einen Lehrauftrag an der Leibniz Universität Hannover. 2006 wurde er auf den Lehrstuhl für „Chemische Technologie der Materialsynthese“ der Julius-Maximilians-Universität Würzburg berufen und übernahm in Personalunion die Leitung des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung (ISC) Würzburg. Seither hat er das Institut zu einem der wichtigsten Materialforschungszentren für Energie- und Ressourceneffizienz in Deutschland ausgebaut, eine Reihe von gesellschaftlich bedeutsamen Entwicklungen initiiert und deren Aufbau und Umsetzung maßgeblich vorangetrieben. Unter dem Dach des Würzburger Instituts ist auch das Fraunhofer Forschungs- und Entwicklungs-Zentrum Elektromobilität Bayern beheimatet. Im Jahr 2011 installierte Sextl am Standort Alzenau die Fraunhofer-Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategien IWKS, die mittlerweile eine selbständige Einrichtung ist.

Im Rahmen einer umsichtigen Weiterentwicklung des Fraunhofer ISC Würzburg hat Professor Sextl die Batterieforschung zu einem der Forschungsschwerpunkte gemacht. Darüber hinaus hat er daran mitgewirkt, dass sich die Aufmerksamkeit von Politik und Wirtschaft einer eigenen Batteriezellfertigung in Europa zuwendet – bisher war Europa auf Importe angewiesen. Hervorzuheben ist auch seine Mitarbeit in der „Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität“ bei den Themen Wertschöpfung, Batterien und Batterierecycling.

Besonders eingesetzt hat sich Sextl auch für die traditionelle Keramikindustrie im strukturschwachen Nordostbayern. Durch den von Ihm angetriebenen Aufbau des Fraunhofer-Zentrums für Hochtemperaturleichtbau in Bayreuth wird der notwendige Strukturwandel der Branche und die Hinwendung zu neuen, technischen Anwendungsbereichen für Spezialkeramiken unterstützt. Sextls Engagement ermöglichte neue Perspektiven für diesen traditionellen, aber gefährdeten Wirtschaftszweig in Nordbayern.
Seit einiger Zeit treibt Professor Sextl mit dem Fraunhofer-Translationszentrum für Regenerative Therapien TLZ-RT den Ausbau des Forschungsschwerpunktes Gesundheit in Zusammenarbeit mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg voran.

Neben seinem beruflichen Aufgabenbereich ist Sextl in zahlreichen Netzwerken und Funktionen tätig. So setzt er sich bereits seit 1996 als Mitglied im Vorstand und seit 2010 als Vorsitzender der Fachgruppe „Angewandte Anorganische Chemie“ und zusätzlich seit 2011 als Vorsitzender der Fachgemeinschaft „Chemische Reaktionstechnik“ der „Dechema Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.“ ein. In seiner Eigenschaft als ehrenamtliches Mitglied im Vorstand des „Industrieverbands Materials Valley e. V.“, dem er seit 2008 angehört und dessen Vorsitzender er von 2013 bis 2015 war, brachte er mit zahlreichen Initiativen die für den Standort Deutschland besonders dringende Frage der Schonung von Ressourcen ins Bewusstsein der Politik und der Öffentlichkeit. Zudem unterstützt er seit 2006 mehrere namhafte wissenschaftliche Institutionen als Gutachter, darunter die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Humboldt-Foundation und die Leibniz-Gemeinschaft.

Durch seine Doppelfunktion als Hochschullehrer und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung vereint Professor Sextl gleichermaßen herausragende wissenschaftliche wie anwendungsorientierte Kompetenzen. Seine Arbeiten leistet wertvolle Beiträge zur Bewältigung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen im Umgang mit Ressourcen, Energie und im Gesundheitsbereich.

Alois Gensler (74) hat sich mit seinem langjährigen, vielfältigen Engagement bleibende Verdienste um das Gemeinwohl erworben. seine positive Lebenseinstellung, Zuverlässigkeit, Motivationskraft, die Bereitschaft zur Weiterentwicklung, Ihre Heimatverbundenheit sowie seine hohe fachliche und soziale Kompetenz zeichnen ihn aus. Teamgeist entwickelte Alois Gensler bereits als junger aktiver Fußballer beim RSV Wollbach. Dort übernahm er zudem von 1965 bis 1977 als Schriftführer sehr früh Verantwortung und prägte den Sportverein in der Folgezeit von 1977 bis 1992 als Erster Vorsitzender. Daneben engagierte er sich viele Jahre im kommunalpolitischen Bereich. Von 1972 bis 1990 und erneut von 1996 bis 2002 war er insgesamt 24 Jahre Mitglied des Gemeinderats Wollbach, davon zwölf Jahre zweiter Bürgermeister der Gemeinde. Von 2002 bis 2014 übte er das Amt des Ersten Bürgermeisters aus und war parallel Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Heustreu.

In dieser Zeit steuerte Alois Gensler maßgeblich die Entwicklung der Gemeinde Wollbach und verbesserte nachhaltig die Lebensqualität im Ort. Alle Ämter übte er mit Pflichtbewusstsein, Engagement, Herzblut und Bürgernähe aus. 2014 wurde Ihm in Anerkennung seiner Verdienste der Titel Altbürgermeister verliehen. Von 2008 bis 2020 waren Gensler außerdem Mitglied des Kreistags Rhön-Grabfeld und gestaltete das politische Geschehen im Landkreis mit, wobei er immer das Interesse des Allgemeinwohls vor private Interessen stellte. 2008 nahm er als Mitglied des Kreistags Rhön-Grabfeld zusätzlich das Ehrenamt des Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung an, das er bis 2020 ausübte. In dieser Funktion war er beratend tätig und an Entscheidungen beteiligt, zum Beispiel im Fachbeirat der „Lokalen Aktionsgruppe Rhön-Grabfeld – Bürger gestalten ihre Heimat“ und im Begleitgremium zur Erstellung eines senioren- und behindertenpolitischen Gesamtkonzepts.

Erster Kontakt zur „Lebenshilfe Rhön-Grabfeld e. V.“ entstand durch Genslers Sohn Steffen, der 1975 mit dem Down-Syndrom geboren wurde und bereits als Kind in der Lebenshilfe gefördert wurde. 1996 wurde Alois Gensler Mitglied der „Lebenshilfe Rhön-Grabfeld e. V.“, zwischen 2004 und 2019 waren er dort zudem Mitglied des Vorstandes. Von 2015 bis 2019 übernahm er die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden und vertrat in dieser Zeit die Anliegen des Vereins nach außen. In Zusammenarbeit mit der „Offenen Behinderten Arbeit“ der Lebenshilfe Rhön-Grabfeld organisierte er Inklusionsfahrten zur politischen Bildung. Bei diesen Fahrten brachten Gensler Menschen mit Behinderung gemeinsam mit Schülern weiterführender Schulen nach Würzburg, München oder Berlin.

Im Landkreis Rhön-Grabfeld war Alois Gensler zudem Ansprechpartner für das Lebenshilfe-Projekt „Mensch inklusive“. Durch seine weitreichenden Kontakte ist es Ihm gelungen, 16 Menschen mit Behinderung eine Arbeitstätigkeit in Firmen der Region zu vermitteln. In dieser Zeit gab er darüber hinaus mehr als 150 Stellungnahmen für öffentlich geförderte Baumaßnahmen ab. Dafür sichtete er die Pläne und prüfte, ob die Maßnahmen barrierefrei sind. Alois Gensler machte aus Überzeugung und mit hohem persönlichen Einsatz auf die Bedürfnisse und Belange von Menschen mit Behinderung aufmerksam und setzte sich mit Nachdruck für sie ein.

Ottmar Jahn (65) hat sich in unterschiedlichen und verantwortungsvollen Führungsfunktionen herausragende Verdienste um das Feuerlöschwesen sowie durch Jahrzehnte langes ehrenamtliches Engagement in der Wasserrettung    erworben.

Er ist seit 1974 aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Strössendorf und wechselte später zur Stützpunktfeuerwehr nach Altenkunstadt. Von 1992 bis 2012 fungierte er als Kreisbrandmeister und von 2012 bis 2019 als Kreisbrandinspektor des Landkreises Lichtenfels.

Sein besonderes Interesse galt von Anfang an den Aufgabenbereichen Sprechfunk, Atemschutz, Strahlenschutz, Ölschadensbekämpfung und gefährliche Güter. Durch die Teilnahme an sämtlichen hierfür angebotenen Lehrgängen und durch weitere persönliche Fortbildungen erwarb er sich ein umfangreiches Fachwissen. Als Ausbilder gaben er seine Kenntnisse im Rahmen von Standortlehrgängen an die Feuerwehren im Landkreis Lichtenfels weiter. Im Jahr 1994 erstellte Ottmar Jahn den in Bayern ersten Leitfaden für die Funkausbildung, mit dem der Landkreis Lichtenfels damals sogar der Staatlichen Feuerwehrschule voraus war. Zudem war er maßgeblich an der funktechnischen Anbindung zur Integrierten Leitstelle (ILS) Coburg beteiligt. Zwischen 2013 und 2016 leistete er als Projektleiter für den Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Pionierarbeit bei der Einführung des Digitalfunks für den Bereich der ILS Coburg. Mit hoher Fach- und Sachkunde hat Jahn die Arbeit in den einzelnen Projektgruppen koordiniert, abgestimmt und vorangetrieben. Es ist nicht zuletzt seinem sachkundigen und umsichtigen Handeln bei örtlichen und überörtlichen Gefahrgutunfällen zu verdanken, dass während seiner gesamten Dienstzeit weder Einsatzkräfte noch die Umwelt zu Schaden gekommen sind. Vielfach hat er Sie sich dabei bei psychisch und physisch belastenden Einsätzen hervorragend bewährt, er ging seinen Feuerwehrkameraden als echtes Vorbild voran. Hervorzuheben ist Ottmar Jahns herausragendes Wirken als Mitglied der Einsatzleitung beim Vollbrand eines Gartencenters in Altenkunstadt im Jahr 1993 sowie auch bei einem Katastrophenalarm bei einem Unternehmen in Michelau im Jahr 2012.

Vor der Inbetriebnahme des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit 8.1 ICE-Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt war Jahn als Übungsleiter für die Katastrophenschutzvollübung am ICE-Tunnel Eierberge verantwortlich. Innerhalb von nur fünf Monaten wurde unter seiner Federführung für mehr als 650 Rettungskräfte und 1.100 teilnehmende Personen die größte Katastrophenschutzvollübung in der Geschichte des Landkreises Lichtenfels geplant und durchgeführt. Im Jahr 2013 wurden Jahn mit dem Steckkreuz für besondere Verdienste um das Feuerwehrlöschwesen ausgezeichnet.

Darüber hinaus gehörte Ottmar Jahn seit 1975 der Wasserwacht-Ortsgruppe Altenkunstadt an. Dabei absolvierte er die Ausbildungen zum Rettungsschwimmer, Rettungstaucher und zum Bootsführer. Auf Kreisebene war er Tauchlehrer, Tauchbeauftragter und Ausbilder. Bis Ende der neunziger Jahre waren er als Bezirks- und stellvertretender Landestauchausbilder tätig.

Otto Jahrsdörfer, (70) setzt sich seit über 35 Jahren in außergewöhnlicher Weise insbesondere im sozialen und zivil-militärischen Bereich für das Allgemeinwohl ein. Er war von 1984 bis 1988 stellvertretender Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Bad Neustadt, Kreisgruppe Rhön-Saale, im „Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V.“. Dem folgte das Amt des 1. Vorsitzenden, das er bis heute innehat. Seinem großen persönlichen Einsatz ist die Belebung des Ortsverbandes und das damit verbundene umfangreiche Angebot an Weiterbildungen, Veranstaltungen und Aktivitäten zu verdanken. So hat er unter anderem das Rhöner Reservisten-Pokalschießen aus der Taufe gehoben und lange Zeit als Verantwortlicher geleitet sowie über viele Jahre hinweg das Biwak „Herbst Laub“ organisiert.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers