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Kreative Konzepte optimieren die Abwasserentsorgung

17. November 2016

Moderne Kläranlagen schützen nicht nur die Gewässer, sondern sie leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz. Bei der Abwasserbeseitigung wirken die Kommunen in Bayern und der Freistaat vorbildlich zusammen. Für beste Reinigungsergebnisse und um die Effizienz bei der Abwasserbeseitigung weiter zu steigern, zeichnet das Bayerische Umweltministerium alle zwei Jahre innovative kommunale Projekte aus. Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf unterstrich bei der Verleihung des "Abwasser-Innovationspreises 2016" in München: "Abwasser ist unter anderem eine Rohstoff- und Energiequelle, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Unser Ziel ist es, zukunftsweisende Technologien und überzeugende Ideen in die Fläche zu bringen. High-Tech-Kläranlagen vereinen den Schutz unserer Gewässer mit den Herausforderungen von Energiewende und Ressourcen- und Klimaschutz. Unsere exzellente Leistungsbilanz in der Daseinsvorsorge zeigt, dass wir gemeinsam vieles richtig machen. Das ist kein Selbstläufer. Wir brauchen innovative Ideen, kreative Konzepte und neue Verfahren, um die Abwasserentsorgung weiter zu optimieren. Gefragt sind gute Ideen aus den Kommunen für die Kommunen." Mit der Preisverleihung ist eine Zusage für eine finanzielle Förderung der Projekte mit insgesamt 2 Millionen Euro durch das Bayerische Umweltministerium verbunden. Die Fördersummen orientieren sich prozentual an den geschätzten Investitionskosten.

 

In diesem Jahr hat das Umweltministerium den "Abwasser-Innovationspreis" für insgesamt vier Projekte verliehen. Die Gemeinde Theres und die Stadt Neuburg a.d. Donau teilen sich den 1. Preis.

 

  • 1. Preis: Die Gemeinde Theres plant den Bau eines zweistufigen Roabwasserfilters mit integrierter Mischwasserbehandlung und setzt damit erstmals ein neuartiges naturnahes Verfahren großtechnisch um. Für das kostengünstige Projekt mit Pilotcharakter für den ländlichen Raum stellt der Freistaat rund 370.000 Euro zur Verfügung.
  • 1. Preis: Die Stadt Neuburg a.d. Donau plant den Bau einer Kristallisationsanlage für die Phosphor-Rückgewinnung aus Zentratwasser. Dieses Verfahren wird erstmalig großtechnisch umgesetzt und verbraucht wenig Energie und Chemie. Diese innovative Idee wird mit 530.000 Euro unterstützt.
  • 3. Preis: Der AVZ Obere Schwabach erhält 450.000 Euro Fördermittel für den Bau eines modernen Durchlaufbeckens. Durch die Verwendung von vorgefertigten Komponenten können Bauzeit und Baukosten gespart werden.
  • 4. Preis: Die Stadt Creußen baut ein Mischsystem zu einem Trennsystem durch ein neuartiges Rohr-in-Rohr-System um. Dieses innovative Konzept fördert der Freistaat mit 630.000 Euro.

 

Prämien in Höhe von jeweils 10.000 Euro bekommen zudem die Stadt Hersbruck für eine neuartige Prozesswasserbehandlung sowie die Stadt Neumarkt St. Veit für den Bau einer Hochlastbelebung in der Kläranlage.

 

Mit dem Abwasser-Innovationspreis zeichnet das Bayerische Umweltministerium seit dem Jahr 2012 herausragende Verfahren beispielsweise der weitergehenden Abwasserreinigung, der Kanalsanierung oder der Energiegewinnung aus Abwasser aus. Die Ergebnisse der Projekte werden anderen bayerischen Kommunen als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe bei Investitionen in die Abwasserentsorgung zur Verfügung gestellt.

 

Rund 2.600 kommunale Kläranlagen in Bayern reinigen im Jahr mehr als 1,8 Milliarden Kubikmeter Abwasser, das entspricht etwa dem Volumen des Ammersees. Dafür haben die Kommunen in den vergangenen 60 Jahren rund 35 Milliarden Euro in ihre Abwasserentsorgung investiert. Der Freistaat gewährte in diesem Zeitraum Fördermittel in Höhe von rund 9 Milliarden Euro. Derzeit sind rund 97 Prozent der Einwohner Bayerns an kommunale Kläranlagen angeschlossen. Das Abwasser der restlichen drei Prozent wird in Kleinkläranlagen gereinigt.

 

Weitere Informationen auch im Internet unter www.wasser.bayern.de

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers



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