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2. September 2016
Das denkmalgeschützte Gebäude des Staatsarchivs in Nürnberg wird für rund 48 Millionen Euro generalsaniert und erweitert. „Das historisch wertvolle Archivgut erhält ein modernes, zukunftsfähiges und benutzerfreundliches Zuhause. Von der vorgesehenen Einrichtung eines Besucherzentrums und eines Lesesaals werden die Nutzer und Besucher des Archivs profitieren“, teilte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder aus Anlass der Planungsfreigabe für das Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst bei einem Ortstermin am Freitag (2.9.) in Nürnberg mit.

Das Gebäude in der Archivstr. 17 in Nürnberg wurde 1880 als erster Archivzweckbau des Königreichs Bayern errichtet. Das Ensemble wird von dem an der Archivstraße liegenden Magazingebäude im Stile der Neorenaissance dominiert. Der im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Ostflügel wurde in den Jahren 1946 bis 1954 wiederaufgebaut. Die Schaufassade des Gebäudes schmücken unter der Dachtraufe die Wappen der im Sprengel liegenden alten Territorien. Das Magazingebäude wird jetzt grundlegend saniert und den vielfältigen, auch technischen Anforderungen eines modernen Archivs angepasst.

„Die generationenübergreifende Bedeutung eines sorgfältig und mit viel Mühe gepflegten Archivs ist für uns und für unsere Kinder und Nachfahren nicht zu unterschätzen. Die wertvollen historischen Dokumente müssen sicher und geschützt untergebracht sein“, kündigte Söder an. Allein auf die Sanierung des Magazingebäudes und des Verwaltungstrakts entfallen 42,4 Millionen Euro. Für weitere rund 4,6 Millionen Euro wird ein Besucherzentrum eingerichtet, indem die öffentlichen und für Besucher zugängliche Bereiche zusammengeführt werden. Geplant ist auch ein großer, zeitgemäß ausgestatteter Lesesaal. Daneben fallen noch Umzugs- und Einlagerungskosten für das Archivgut während der Bauzeit an.

Das Staatsarchiv Nürnberg ist für alle Fragen des Archivwesens in Mittelfranken zuständig, wie für die Reichsstadt Nürnberg, das Markgraftum Brandenburg-Ansbach, das Hochstift Eichstätt und der größte Teil der Ballei Franken des Deutschen Ordens. Das Staatsarchiv besitzt rund acht Millionen Archivalien, darunter etwa 89.000 Urkunden, 3.750.000 Notariatsurkunden ab 1862 und ca. 1.500 handgezeichnete Karten und Pläne vor 1806.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers