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Staatsregierung beschafft den ersten Wasserstoffzug für Bayern
16. März 2022

MÜNCHEN  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Verkehrsminister Christian Bernreiter haben die Anschaffung des ersten Wasserstofffzugs in Bayern auf den Weg gebracht. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten Vertreter von Siemens Mobility und der Bayerischen Regiobahn (BRB) in Anwesenheit der beiden Staatsminister. Die Vertragsunterzeichnung folgt auf eine Absichtserklärung, die im Juli 2021 zwischen den Parteien geschlossen worden war.

 

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger freut sich über die Entwicklungspartnerschaft: „Grüner Wasserstoff wird zu einer tragenden Säule für umfassenden Klimaschutz in den Bereichen Verkehr, Industrie und Energie. Als Wirtschafts- und Energieminister freue ich mich, dass unsere Bayerische Wasserstoffstrategie zunehmend konkrete Themen angehen kann. Dieser Zug ist ein wichtiger Teil dieser Strategie hin zu einer „Verkehrswende“ mit Wasserstoff, deswegen fördern wir dieses Projekt. Ich bin überzeugt, dass wir mit grünen Wasserstoffantrieben die Schadstoffemissionen im Schwerlast- und Schienenverkehr nennenswert reduzieren und einen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten können. Auch die einseitige Abhängigkeit von Energielieferungen kann reduziert und auf viele Regionen der Welt verteilt werden.“

 

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter erklärt: „Ich freue mich, dass wir diese innovative Technik in Bayern bald einsetzen und auch im Regelbetrieb testen können. Wir setzen dieses Leuchtturm-Projekt gemeinsam mit den Partnern aufs Gleis, weil wir überzeugt sind, auch mit Wasserstoff einen Beitrag für einen attraktiven und sogar klimaneutralen Schienenpersonennahverkehr leisten zu können. Das wollen wir bis spätestens 2040 erreichen. Die finanzielle Unterstützung des Pilotprojekts mit mehreren Millionen Euro durch den Freistaat ist mehr als gut angelegt.“

 

Albrecht Neumann, CEO Rolling Stock, Siemens Mobility: „Unser Mireo Plus H ist ein Wasserstoffzug der neusten Generation. Er zeichnet sich durch eine hohe Antriebsleistung, Beschleunigungsfähigkeit und große Reichweite aus. So gestalten wird den operativen Zugverkehr mit Wasserstoffantrieb schneller, effizienter, umweltfreundlicher und komfortabler. Wasserstoffantrieb ist eine emissionsfreie und fortschrittliche Antriebsform für Züge, die die Dekarbonisierung des Schienenverkehrs ermöglicht und erheblich dazu beiträgt unsere Klimaziele zu erreichen.“

 

Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer der Bayerischen Regiobahn, sagte: „Die Bayerische Regiobahn sieht sich als verlässlicher Mobilitätspartner für die Menschen in Bayern und möchte diese Tag für Tag klimafreundlich auf ihren Wegen begleiten. Dabei denken wir auch an die Zukunft und sind daher gerne mit dabei, die Weichen für die Mobilität von morgen schon heute zu stellen. Bei allem mit dem Projekt verbundenem Aufwand freuen wir uns sehr auf den Testbetrieb in unserem Netz und die daraus gewonnenen Erkenntnisse zum Einsatz von Wasserstofftechnologie im Eisenbahnbereich. Gemeinsam mit der Transdev-Gruppe, zu der wir gehören, und unserem gesamten Team vor Ort werden wir alles bestmöglich vorbereiten, um einen reibungslosen Teststart im nächsten Jahr zu ermöglichen.

 

Der zweiteilige Wasserstoff-Triebzug der neusten Generation wird im Frühjahr 2022 der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Zug wird ab Mitte 2023 unter anderem auf der Strecke Augsburg – Füssen in den Testbetrieb gehen. Die Einsatztests im Netz der Bayerischen Regiobahn (BRB) sind auf zunächst 30 Monate angelegt. Ab Januar 2024 wird das Fahrzeug den offiziellen Fahrgastbetrieb aufnehmen.

 

Der Wasserstoffzug wird auf Basis der Mireo Plus Plattform von Siemens Mobility entwickelt. Die Hauptkomponenten der Wasserstofftraktion sind auf dem Dach montierte Brennstoffzellen. Komplettiert wird das System von Unterflurbatterien neuester Generation der Firma Saft. Der Wasserstoffzug baut auf der erfolgreichen Mireo-Regionalzugplattform von Siemens Mobility auf, die neben herkömmlichen Elektroantrieb, auch als Batteriezug erhältlich ist.

Ansprechpartner:

Jürgen Marks

Leiter Pressereferat

 

 

 

 

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers