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Universitätsklinikum Würzburg: Planungswettbewerb entschieden
14. Oktober 2021
  • Entscheidung im interdisziplinären Planungswettbewerb für gemeinsamen Neubau von Kopfkliniken und Zentrum Frauen-Mutter-Kind gefallen
  • Erster Preis für HASCHER JEHLE Architektur aus Berlin
  • Bauministerin Schreyer: „Überzeugender Entwurf für hochmodernes Universitätsklinikum“

 

Der interdisziplinäre, zweiphasige Planungswettbewerb für die Neubauten von Kopfkliniken und Zentrum Frauen-Mutter-Kind am Universitätsklinikum Würzburg ist entschieden. Nach zweitätiger Sitzung hat sich das Preisgericht für HASCHER JEHLE Architektur (Berlin) als Sieger entschieden. Der zweite Preis geht an Gerkan, Marg und Partner (Aachen) und der dritte Preis an Nickl & Partner Architekten (München).

Gegenstand des Wettbewerbs ist die interdisziplinäre Planung für den abschnittsweisen Neubau der Kopfkliniken und des Zentrums Frauen-Mutter-Kind auf dem Erweiterungsgelände Nord des Universitätsklinikums Würzburg. Der Planungswettbewerb umfasst im Realisierungsteil mit einer Nutzungsfläche von rund 30.000 Quadratmetern den ersten Bauabschnitt des gemeinsam entstehenden Großprojekts. Der erste Bauabschnitt umfasst auch die Erschließung des 12 Hektar großen sogenannten Erweiterungsgeländes Nord und die erforderliche Energieversorgung.

Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer betonte: „Beim Planen und Bauen stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt. Die Siegerentwürfe zeigen auf dem insgesamt rund 12 Hektar umfassenden Wettbewerbsgebiet, wie es gelingen kann, für das Erweiterungsgelände eine städtebaulich überzeugende und zugleich hochfunktionale und einladende Umgebung zu schaffen, in der sich sowohl die Patientinnen und Patienten als auch die Mitarbeitenden des Universitätsklinikums gut aufgehoben fühlen. Wir planen im Norden Bayerns ein Klinikum der höchsten Versorgungsstufe, das den Anforderungen an modernste Universitätsmedizin gerecht werden und das weit über die Grenzen Unterfrankens ausstrahlen wird.“

Der Bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte bei seinem Besuch vor Ort: „Das Universitätsklinikum Würzburg ist einer der führenden Standorte in medizinischer Forschung und Krankenversorgung und genießt auch international eine herausragende Reputation. Die Entscheidung des Preisgerichts ist ein wichtiger Meilenstein für die Erweiterung, mit der wir exzellente Rahmenbedingungen für die Universitätsmedizin der Zukunft schaffen. Alle drei Siegerentwürfe zeigen eine echte Vision, wie medizinische Forschung und hochmoderne Patientenversorgung im 21. Jahrhundert aussehen können. Sie bieten der Belegschaft eine erstklassige Infrastruktur für ihren Dienst am Menschen und den Patientinnen und Patienten optimale Voraussetzungen für ihre Behandlung.

Markus Hammes, freier Architekt BDA und Vorsitzender des Preisgerichts: „Die Aufgabenstellung für diesen interdisziplinären Wettbewerb ist von großer Komplexität geprägt, als Stichworte seien hier das anspruchsvolle Raumprogramm des Klinikums, die herausfordernde Topographie mit der Hanglage und die Aufteilung in zwei Bauabschnitte genannt. 

Die Arbeit des 1. Preises löst die Wettbewerbsaufgabe auf vorbildliche und hervorragende Art und Weise aufgrund ihrer hohen Funktionalität, der gelungenen Einbindung in die Topographie und den räumlichen Qualitäten für Patienten, Besucher und Mitarbeiter. Die Entscheidung des Preisgerichts unterstreicht und würdigt diese Leistung in besonderer Weise. Die Klarheit und Angemessenheit der baulichen Lösung ist eine robuste und belastbare Grundlage für die weitere Entwicklung des Universitätsklinikums an dieser Stelle.“

Zu den Siegerentwürfen:

Erster Preis:  HASCHER JEHLE Architektur (Berlin)

Zweiter Preis: Gerkan, Marg und Partner (Aachen)

Dritter Preis: Nickl & Partner Architekten (München)

Zum Wettbewerb:

Beim Planungswettbewerb handelte es sich um einen interdisziplinären Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil. Dieser gliederte sich in zwei Phasen. Ging es zunächst um die städtebauliche Gesamtkonzeption des Projekts, so stand anschließend die genauere Planung des 1. Bauabschnitts für Kopfkliniken und Zentrum Frauen-Mutter-Kind im Fokus. Von den anfangs 15 eingereichten Beiträgen wurden sieben für die zweite Phase ausgewählt. In dieser wurden die Entwürfe raumscharf vertieft und die Gebäudeplanung einschließlich einer technischen Grobkonzeption ausgearbeitet. Mit den Preisträgern wird das Staatliche Bauamt Würzburg die weiteren Vertragsverhandlungen führen.

Zum Preisgericht:

Das Preisgericht setzte sich zusammen aus Fachpreisrichtern, bestehend aus Architekten, Stadtplanern, Landschaftsarchitekten und Vertreterinnen und Vertretern der Fachdisziplinen Tragwerksplanung sowie Maschinen- und Elektrotechnik, und Sachpreisrichtern. Diesen gehören Vertreterinnen und Vertreter des Klinikums, des Wissenschafts- und Finanzministeriums sowie der Stadt Würzburg an. Die Sitzungen des Preisgerichts fanden unter strengen Infektionsschutzmaßnahmen statt.

Die Fotos zeigen Lageplan, Modell und Visualisierung des mit dem ersten Preis prämierten Entwurfs.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers